| Internet-Offensive in Österreich | Handy-Signatur und Venture Capital für High-Tech-Unternehmen sind neben anderen Maßnahmen fixer Bestandteil des Prioritätenkatalogs zu Informations- und Kommunikationstechnologien (Kompetenzzentrum Internetgesellschaft), der im Februar 2011 vom Ministerrat angenommen wurde. Im Fokus: Effiziente öffentliche Leistungen: “Behördenübergreifende Zusammenarbeit und gemeinsame Schnittstellen sowie Standards, zum Beispiel im Bereich der Handy-Signatur, sind dabei ein absolutes Muss”, so Manfred Matzka, der Vertreter des Bundeskanzleramts im Vorstand des Kompetenzzentrums. |
| Online-Beschaffung wird Realität (Wiener Zeitung, 12. April 2011) | Elektronische Beschaffung (e-Procurement) ist in der EU mittlerweile in vielen Regionen und Mitgliedsstaaten kein abstraktes Bild mehr. Die Nutzung selbst blieb bisher allerdings hinter den Erwartungen der EU-Minister. Diese hatten die Hoffnung, dass bis 2010 mindestens 50 Prozent der öffentlichen Beschaffungen mit einem Auftragsvolumen oberhalb der entsprechenden EU-Schwellenwerte durchgehend auf elektronischem Weg abgewickelt werden. Aktuell liegt der Anteil der online durchgeführten Beschaffungstransaktionen allerdings ausschließlich bei höchstens 5 Prozent (eine Ausnahme bildet Portugal mit 75 Prozent). Die EU-Kommission erklärt sich diesen Umstand mit den hohen Umstellungskosten und technischen Herausforderungen, die auf viele öffentliche Auftraggeber abschreckend wirken. Die Investitionen würden sich allerdings rasch in Form von Verwaltungseinsparungen rentieren und nicht jeder Auftraggeber müsse diese hohen Investitionen tätigen: Wenn das System einmal vorhanden sei, könnten es gleich mehrere Auftraggeber in Anspruch nehmen. In Albanien, Zypern und der Türkei würden ganze 75 Prozent aller Beschaffungsvorhaben elektronisch abgewickelt werden. Die Durchdringung ist hier auf die nationale gesetzliche Verpflichtung zur Nutzung der elektronischen Möglichkeiten zurückzuführen. Die Hauptmotive: Erschwerung von Korruption, bessere Transparenz, Effizienzsteigerung im Beschaffungsprozess und bessere Preise aufgrund vermehrten Wettbewerbs. EU-Initiativen arbeiten derzeit an Lösungen rund um die elektronische Signatur, damit die elektronische Identität von Personen europaweit ausgetauscht werden kann. Auch die Prüfung von Zertifikaten soll europaweit sichergestellt werden. Im Fokus: Die Förderung einer grenzüberschreitenden elektronischen Beschaffung. |
| „Elektronisches Einschreiben via postserver.at“ (In: e-Office – Neues, Praktisches und Wissenswertes (Florian T. Mrazek)) | Eine nachweisbare und somit rechtssichere elektronische Zustellung von Dokumenten war hierzulande bisher nur für behördliche Schriftstücke (z.B. FinanzOnline) möglich. Mit dem Service von postserver.at können dies seit dem Sommer 2010 auch Unternehmen und Privatpersonen. Die Authentifizierung erfolgt dabei entweder über die mobile Bürgerkarte oder durch das Aufbuchen des Portoguthabens Electronic Payment System (dieses Service steht derzeit jedoch ausschließlich den Online-Banking-Kunden der Bank Austria zur Verfügung). |
| „Mobile Banking: Wissen, was die Kunden wollen “ (In: ispa News, 8. April 2011) | Aufgrund der technologischen Weiterentwicklung und der fallenden Kosten entdecken immer mehr Kunden die Vorteile der mobilen Kontoführung. Dabei ist das Potential der mobilen Kontoführung noch lange nicht erschöpft, und die Zahl derer, die ihre Bankgeschäfte via Handy tätigen, liegt unter 20 Prozent. Will man im Wettbewerb bestehen, muss man wissen, was der Kunde will. Hier steht neben dem Thema Sicherheit die Anwenderfreundlichkeit im Zentrum. Der neue Ansatz “Customer Experience Management” (CEM) kommt ins Spiel – ein Ansatz, bei dem der Kunde im Mittelpunkt des Geschäftsgeschehens steht. Die Finanzdienstleister müssen ihre Angebote dabei durch die Kunden-Perspektive sehen. Das CEM muss dabei alle Kommunikationskanäle und Endgeräte abdecken. Eine einfach zu bedienende Website oder Mobile App, die beispielsweise eine rasche Kontoeröffnung ermöglicht, eine schnelle Übersicht über sämtliche Anlagen und Vermögenswerte bereitstellt und im Bedarfsfall die Interaktion mit einem Servicemitarbeiter online gewährleistet, spielen dabei eine Schlüsselrolle. Im Fokus steht immer die Einfachheit. Ein positives Beispiel aus dem Versicherungsbereich: Die impuls Finanzmanagement AG (private Kranken- und Krankenzusatzversicherungen) entwickelte ein innovatives Angebot für seine Kunden. Der komplette Workflow von der Info über die persönliche Beratung bis hin zum rechtsgültigen Abschluss einer Polizze lässt sich hier auf Basis der Adobe Enterprise-Lösungen Live-Cycle und Connect vollständig elektronisch abwickeln. Der Interessent kann somit ohne Besuch eines Versicherungsvertreters einen rechtsgültigen Vertrag via Internet abschließen – unter vollständiger Gewährleistung des Datenschutzes. Realisiert werden diese Dienste mithilfe der elektronischen Signatur via Bürgerkarte oder mobiler Signatur. |
| „Bürgercard-Info für Grazer “ (In: BIG Bürger-Information Graz, 18. April 2011) | Wer auf seinem Handy eine Bürgerkarte installieren möchte, sollte sich den 27. April und den 25. Mai vormerken. Dieses kostenlose Service wird vis á vis vom Service-Center, Schmiedgasse 26 (ehemalige Trafik im Amtshaus), von 14 bis 18.00 Uhr angeboten. |
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